„Bei aller Liebe“ fördert die psychologische Behandlung in speziellen Mutter-und-Kind-Abteilungen. Das Projekt zur Verbesserung der Behandlung von Müttern mit Wochenbettpsychose oder Depressionen ohne Trennung vom Baby wurde 1999 ins Leben gerufen. Am Westfälischen Zentrum für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Dortmund wurde eine kleine Abteilung eingerichtet.
Bei der Entlassung sind die Mütter zuversichtlicher im Umgang mit ihrem Kind – die Wahrscheinlich eines Rückfalls ist geringer, die Mutter-Kind-Beziehung hat sich stabilisiert und einer späteren psychischen Erkrankung des Kindes wird vorgebeugt.
In zwei Jahren wurden über 100 Patientinnen zusammen mit ihren Babys behandelt. Die bisherigen Befunde wurden auf dem 1. Weltkongress zur psychischen Gesundheit der Frau im März 2001 in Berlin vorgestellt. Der durchschnittliche stationäre Aufenthalt von 36,5 Tagen war deutlich kürzer als vorher; es gab weniger Rückfälle und die Therapie wurde in keinem Fall abgebrochen. Eine Erweiterung der 3-Betten-Abteilung in eine 12-Betten-Abteilung ist geplant. Johnson & Johnson deckt die erforderlichen Neueinstellungen ab.